plusminus: Gesetzesänderung behindert Transparenz bei Doppelbesteuerung
Das Bundesfinanzministerium setzt offenbar Rentnerinnen und Rentner unter Druck, die Doppelbesteuerung hinzunehmen, und will die Unterlagen dazu geheim halten. Im Gespräch mit plusminus erläutert Rechtsanwalt David Werdermann die Hintergründe.
Der Bundesfinanzhof hat entschieden, dass die Doppelbesteuerung von Renten teilweise rechtswidrig ist. Dennoch drängen die Finanzbehörden Rentnerinnen und Rentner dazu, Einsprüche gegen Steuerbescheide zurückzunehmen, wie das ARD-Magazin plusminus berichtet.
Das Bundesfinanzministerium will Unterlagen zu diesem Vorgehen geheim halten. Es beruft sich auf einen Paragraphen im Finanzverwaltungsgesetz, der das Informationsfreiheitsgesetz aushebelt, wie Rechtsanwalt David Werdermann (im Beitrag fälschlicherweise als Daniel Werdermann bezeichnet) aus unserer Kanzlei im Interview erläutert. Der Paragraph wurde in einem Gesetzentwurf zur Elektromobilität versteckt und behindert auch die Aufklärung des Cum-Ex-Skandals.
Hier können Sie den Beitrag sehen.
Das könnte Sie auch interessieren

Bundesverwaltungsgericht prüft Geheimhaltung historischer Akten zu Rüstungsexporten nach Lateinamerika
Das Bundeskanzleramt weigert sich, über 30 Jahren alte Akten an das Bundesarchiv abzugeben, und stuft sie als Verschlusssachen ein. Jetzt entscheidet das Bundesverwaltungsgericht.

Die Kohl-Akten in Oggersheim
Wem gehören die Kohl-Akten? Darf die Witwe Maike Kohl-Richter sie im Keller in Oggersheim aufbewahren? Was sagt das Bundesverfassungsgericht dazu?

Verschlossene Akten, verspätete Forschung – Onlinegespräch mit Annette Weinke und Raphael Thomas
Woran hapert die Erforschung von NS-Kontinuitäten der Bundesgerichte? Vor welchen rechtlichen Problemen steht die Archivierung wichtiger Justiz- und Behördenakten? Ein Online-Gespräch am 14. Juni um 18 Uhr.

Beitrag zum Begnadigungsrecht: Jenseits jeglicher Kontrolle
Unsere neue Kollegin Vivian Kube schreibt auf dem Verfassungsblog
über das Begnadigungsrecht des Bundespräsidenten und darüber, wie FragDenStaat mit dem Presserecht zumindest ein bisschen Transparenz schaffen will.

Justizministerium muss Vertrag über Privatisierung des Bundesgesetzblattes ungeschwärzt herausgeben
Das Verwaltungsgericht Berlin hat das Bundesjustizministerium verurteilt, den Vertrag über die Privatisierung des Bundesgesetzblattes herauszugeben. Der zur DuMont-Mediengruppe gehörende Bundesanzeiger-Verlag kann sich nicht auf Geschäftsgeheimnisse berufen.

AfD-Professor verklagt Integrationspreisträgerin auf 25.000 Euro Schmerzensgeld
AfD-Politiker und Professor Reiner Osbild geht rechtlich gegen die kurdische Intergationspreisträgerin Bjeen Alhassan vor, weil diese öffentlich über Diskriminierung an der Hochschule gesprochen hat.

Angriff auf Rundfunkfreiheit: FDP und CDU Flensburg wollen freiem Radio Gelder streichen
Radio Fratz aus Flensburg ist bedroht, weil FDP und CDU sich in die redaktionellen Entscheidungen des freien Senders einmischen wollen. Ein Verstoß gegen die Rundfunkfreiheit, wie unser Gutachten zeigt.

Verfassungsbeschwerde: Karlsruhe entscheidet über Zugang zu Twitter-Direktnachrichten
Das Bundesverwaltungsgericht hat eine Klage auf Zugang zu Twitter-Direktnachrichten des Bundesinnenministeriums abgelehnt. Mit FragDenStaat ziehen wir vor das Bundesverfassungsgericht.

Deutschlandfunk: Warum der Zugang zu staatlichen Archiven so wichtig ist
Ein Deutschlandfunk-Feature beleuchtet den Umgang mit staatlichen Akten. Rechtsanwalt Raphael Thomas schildert die rechtlichen Schwierigkeiten, vor denen Forscherinnen und Forscher oft stehen.


